Cloud Computing: Die Angst weicht

Von Birgit März am 19. Juli 2017

Hand hält Tablet mit einer Wolke von Devices

Zögern bei Unternehmen, Skepsis in den Reihen von Verantwortlichen: Die typisch deutsche Zurückhaltung zeigte sich besonders beim Thema Cloud Computing. Oft überwog die Sorge, Cloud-Vorteile gingen auf Kosten der Datensicherheit. Diese Vorbehalte lösen sich nach und nach auf. Mehr noch – sogar in Deutschland boomt die Cloud-Nutzung mittlerweile.

65% der Unternehmen nutzen Cloud Computing

Diese Erkenntnis legt der „Cloud Monitor 2017“, eine Studie von Bitkom Research und KPMG, nahe. Demnach fand Cloud Computing 2016 bereits in zwei von drei befragten deutschen Unternehmen Anwendung. Im Vorjahr lag der Anteil noch bei 54 Prozent, 2014 gar bei 44 Prozent. Hinzu kommen all jene, die den Einsatz bereits diskutieren und planen – 2016 waren das weitere 18 Prozent. Interessanterweise schließen kleine und mittlere Unternehmen (KMU) immer weiter zu den Großen auf und stehen bei der Cloud-Nutzung nun fast gleichauf.

Datensicherheit im Fokus

Ein Grund für diese Trendwende: Mittlerweile vertraut die deutliche Mehrheit auf die Datensicherheit in der Cloud. Von den Studienteilnehmern wurden sogar mehr Sicherheitsvorfälle in ihren unternehmensinternen IT-Systemen als in Public-Cloud-Lösungen wahrgenommen. Dennoch macht die Erhebung auch deutlich, dass mit 58 Prozent immer noch mehr als die Hälfte einen unberechtigten Zugriff auf sensible Daten fürchtet. Anders ausgedrückt: Die Cloud ist nach wie vor kein Selbstläufer.

Den passenden Anbieter finden

Unternehmen sollten daher ganz gezielt passende Partner und Lösungen evaluieren. Wichtige Auswahlkriterien sind natürlich entsprechende Audits und Zertifizierungen. Häufig fällt die Wahl auf deutsche Anbieter – „Made in Germany“ steht in Sachen Security hoch im Kurs. Dazu zählt zweifelsohne der Anspruch, die in der Cloud gelagerten Daten innerhalb der Landesgrenzen zu belassen und ausschließlich in lokalen Rechenzentren vorzuhalten. So können Unternehmen lokale Datenschutz- und Sicherheitsvorschriften erfüllen und sich somit auch auf die ab 25. Mai 2018 geltenden neuen Regularien der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) vorbereiten.

Informationssicherheit, Trends

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